Stephanie Drebinger


Leben im Einklang

Yin & Yang

Yin und Yang sind zwei Gegensätze, die ohne einander nicht existieren können. Yin bringt Yang hervor und umgekehrt. Einige einfache Beispiele sollen dies verdeutlichen: Wenn es keinen Tag gäbe, gäbe es auch keine Nacht; nur weil wir Kälte kennen, können wir auch Wärme erfahren; die Stille können wir nur wahrnehmen, weil wir auch das Gegenteil kennen – die Lautstärke.

Jedes Yin enthält auch einen kleinen Yanganteil in sich. Umgekehrt enthält auch jedes Yang ein bisschen Yin. Sie erkennen das an den Punkten oben in der Abbildung. Das Zeichen, das für Yin und Yang steht, nennt sich Monade. Der Kreis ist die Gesamtheit von allem, er wird in zwei genau gleiche Teile aufgeteilt. Der weiße Teil ist das Yang. Er wird auch aufsteigendes Yang genannt. Der schwarze Teil wird mit absteigendem Yin bezeichnet. Das Yang beginnt ganz klein und dehnt sich immer mehr aus. Ist es am Punkt seiner größten Ausdehnung angelangt, beginnt das Yin sich langsam auszudehnen und wird immer größer. Dieser Zyklus wiederholt sich immer und immer wieder. Früh am Morgen wenn wir aufstehen, entwickelt sich langsam das Yang, bis es an seinem höchsten Punkt angelangt ist und wir ruhiger werden und am Abend müde ins Bett sinken.

Yang                                                                Yin

  • hell                                                               dunkel
  • aufsteigend                                             absteigend
  • bewegend                                                      still
  • rund                                                             eckig
  • expansiv                                             zusammenziehend
  • innovativ                                                traditionell
  • ausgebend                                                 erhaltend
  • weiß                                                            schwarz
  • Nordpol                                                     Südpol
  • Außen                                                          Innen
  • Licht                                                          Schatten
  • Berg                                                               Tal
  • hoch                                                              tief
  • hart                                                             weich
  • männlich                                                  weiblich
  • Sommer                                                    Winter
  • Himmel                                                        Erde
  • Sonne                                                         Mond
  • rot                                                                blau

Diese Liste ließe sich endlos fortsetzen. Ich denke, Sie haben jedoch einen Einblick in die Vielfalt von Yin und Yang erhalten.

Nun noch ein kleiner Tipp für Ihr Wohlbefinden:
Probieren Sie doch einmal aus, wie es sich anfühlt mit den verschiedenen Farben in Ihrem Wohnraum zu experimentieren. Im Schlafzimmer möchten wir zur Ruhe kommen und abschalten können. Hier helfen uns Yin-Farben wie z.B. blau. Im Wohnzimmer, in dem wir Freunde treffen und die Kommunikation mit der Familie wichtig ist, können Sie einmal ausprobieren mit roten oder orangefarbenen Dekorationsgegenständen die Stimmung zu heben.

Einige von Ihnen werden sicher denken, dass es doch egal ist, welche Farbe die Bettwäsche hat, weil wir die Farben im Schlaf ja sowieso nicht sehen können. Doch ich sage Ihnen, probieren Sie es aus! Farben wirken nicht nur über unsere Augen sondern auch über andere Sinne. In einer Studie beispielsweise hat man Blinde in einen Raum der auf 25 Grad temperiert war, geführt, der blau gestrichen war. Danach hat man sie in einen Raum gebracht, der genau gleich war (Größe, Temperatur, usw.) Allerdings war dieser Raum rot gestrichen. Die Probanden haben den rot gestrichenen Raum wärmer eingeschätzt als den blauen.